Insbesondere Kinder und Jugendliche neigen dazu, an den Fingernägeln zu kauen. Dieses Phänomen wird als Onychophagie bezeichnet. In der Regel ist das Fingernägel kauen nur eine schlechte Angewohnheit, die aus Stress oder Nervosität hervorgeht. Manchmal kann aber auch eine neurotische Störung dahinter stecken. Fast immer hören die Betroffenen mit der Zeit von allein mit dem Fingernägel kauen auf. Es gibt aber auch spezielle Behandlungsmöglichkeiten, mit denen nachgeholfen werden kann.

 

Fingernägel kauen — eine weit verbreitete, schlechte Angewohnheit

Menschen, die an den Fingernägeln kauen, beißen ihre Nägel meist bis zur Nagelsohle ab. Auch an der Haut der Fingerkuppen wird oft geknabbert. Manche Personen schlucken die abgebissenen Nagel- und Hautpartikel, während andere eher zum Ausspucken neigen. Das permanente Nägelkauen ist leider nicht harmlos: Die Nagelplatte kann sich verkürzen. Auch virale oder bakterielle Entzündungen, Fehlbildungen oder Blutungen treten manchmal als Folge auf.

Fast immer handelt es sich beim Fingernägel kauen um eine nervöse Angewohnheit. Eine psychische Störung steckt eher selten dahinter. Am häufigsten sind Kinder und Jugendliche betroffen. Erstmalig wird meist ab dem vierten Lebensjahr gekaut. Schätzungen gehen davon aus, dass 20 bis 45 Prozent aller sieben- bis zehnjährigen Kinder Fingernägel kauen.Spätestens in der Pubertät sind die meisten Heranwachsenden darum bemüht, sich ihr Laster abzugewöhnen. Deshalb ist das Phänomen unter Erwachsenen seltener zu beobachten.

 

Fingernägel kauen: Mögliche Auslöser und Ursachen

Ärzte gehen davon aus, dass das Fingernägel kauen am häufigsten auftritt, wenn die betroffene Person Konflikten oder Stress ausgesetzt ist. Viele Betroffene sind nicht in der Lage, mit Stress und Anspannung korrekt umzugehen. Durch eine unterdrückende oder einengende Erziehung kann das Problem verstärkt werden. Wenn Kinder sich zum Beispiel motorisch eingeengt fühlen oder häufig allein gelassen werden und ihre Aggressionen oder andere Emotionen nicht ausleben können, so kommt es meist früher oder später zum Fingernägel kauen. Aus diesem Grund wird das Nägelkauen auch als Ersatzbefriedung bewertet.

Besonders häufig vom Fingernägel kauen betroffen sind daher zwei Gruppen von Kindern:

  1. Überängstliche Kinder, die sich nicht richtig entfalten können, weil sie motorisch oder emotional eingeengt werden.
  2. Unruhige und hyperaktive Kinder, die leicht erregbar sind.

Die zweite Gruppe von Kindern zeigt oftmals auch andere Störungen wie Fingerknacken oder Zähneknirschen. Werden die Fingernägel übermäßig stark abgekaut, sodass auch die Nagelhaut mit verletzt wird, könnte es sich um ein Symptom für eine psychische Störung handeln, bei der die Betroffenen zu Selbstverletzungen neigen.

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Fingernägel kauen kann unschöne Folgen haben

Die Folgen, die durch das Fingernägel kauen entstehen, sind alles andere als harmlos. In erster Linie sehen die abgebissenen Fingernägel natürlich unschön aus. Aber durch das ständige Kauen können sich die Nagelansätze und die Nägel auch entzünden. Zudem entsteht ein perfekter Nährboden für Warzen. Durch das häufige Nägel kauen sind die Nagelansätze durch den Speichel permanent feucht. Diese Feuchtigkeit ist ein idealer Nährboden für Bakterien, die sich dann an den offenen Bereichen der Finger oder auf der Nagelhaut ausbreiten und Entzündungen hervorrufen können.

Außerdem ist das Fingernägel kauen unter Umständen auch sehr schmerzhaft: Viele betroffene Personen knabbern nicht nur den weißen und abgestorbenen Teil des Nagels ab, sondern auch den transparenten Bereich, der noch direkt mit dem Nagelbett verbunden ist. So entstehen Verletzungen, die starke Schmerzen hervorrufen können und einige Tage zum Heilen benötigen. Zu guter Letzt können die abgeknabberten Fingernägel gerade bei älteren Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zur sozialen Ausgrenzung und zu Mobbing führen. Aus diesen Gründen ist es wichtig, den Kindern das Fingernägel kauen rechtzeitig abzugewöhnen.

 

Möglichkeiten zur Abgewöhnung

Zu diesem Bereich habe ich einen eigenen Artikel geschrieben: Meine Produktempfehlungen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Kindern das Fingernägel kauen wieder abzugewöhnen. Die erste Maßnahme sind meist spezielle Tinkturen aus der Apotheke. Dabei handelt es sich um einen farblosen Nagellack, der auf die Nägel aufgetragen wird. Er schmeckt bitter und soll dafür sorgen, dass die Kinder mit dem Nägelkauen auf hören. Meist bemerken sie erst in dem Moment, in dem sie den bitteren Geschmack auf der Zunge spüren, dass sie gerade am Fingernagel knabbern wollten, weil es oftmals völlig unbewusst passiert. Bei älteren Mädchen besteht die Möglichkeit, künstliche Fingernägel anzubringen, um sie vom Fingernägel kauen abzuhalten. In manchen Fällen helfen auch spezielle Entspannungstechniken, welche die innere Unruhe und Angst lindern. Tritt die Störung bei hyperaktiven oder impulsiven Kindern auf, ist es sinnvoll, für ausreichend motorische Aktivitäten zu sorgen, damit die Kinder das Nägelkauen nicht mehr als Ventil für ihre Energie benötigen.

Bei Jugendlichen und Erwachsenen kann das „Habit-Reversal-Training“  im Nu gute Ergebnisse erzielen. Dafür führen die Betroffenen zunächst Tagebuch darüber, in welchen Momenten sie besonders häufig an den Nägeln kauen. Oft betrifft das Situationen, in denen die Personen viel Stress haben oder einer hohen Anspannung ausgesetzt sind. Anschließend wird in diesen Situationen eine andere Verhaltensweise trainiert, wie etwa die Hand zur Faust zu ballen. Dieses Vorgehen wird mit einer täglichen Nagelpflege kombiniert, um Rückfälle zu vermeiden. Zudem können verschiedene homöopathische Mittel beim Fingernägelkauen Abhilfe schaffen.
Wie das genau funktioniert, habe ich in meinem 5-Schritte Videokurs ausführlich erklärt und leicht verständlich und anwendbar zusammengefasst.

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